Astro Boy

Der Film „Astro Boy“ ist eine Computeranimation aus der Science-Fiction-Welt. Die Animation stammt aus dem Jahre 2009 und basiert teilweise auf dem japanischen Osamu Tezukas Manga aus dem Jahre 1952 – 1968. Das gesamte gemalte Werk umfasst mehr als 2000 Seiten und wurde schon mehrfach als Videospiel oder Anime umgesetzt. Der Stil des Mangas ist noch sehr stark von der Disney-Welt durchdrungen, wie auch frühere Arbeiten von Tezuka.

Astro Boy - Der Film
Dauer: 93 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Jahr:
Regie: David Bowers
Produzenten: Maryann Garger
Hauptdarsteller: Kristen Bell, Nicolas Cage, Samuel L. Jackson
Nebendarsteller: Charlize Theron, Bill Nighy, Freddie Highmore, Donald Sutherland, Eugene Levy
Studio: TMG
Sprachen: Deutsch, Englisch

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In der Geschichte dreht es sich um Doktor Tenma. Ein hoch angesehener Wissenschaftler, der im Auftrag der Regierung arbeitet. Dr. Tenma forscht an einer neuen Energieform. Es wartet auf Sie ein farbenfrohes Science-Fiction-Abenteuer im Retrolook.

Besetzung, Regie und Drehorte

Astro Boy“ wurde in den USA und Japan produziert. Dabei half Maryann Garger mit. Die Animation stammt aus den Imagi-Animation-Studios in Hongkong. Der Regisseur David Bowers ist ebenfalls auch Co-Autor, zusammen mit Timothy Harris. Bowers wirkte schon 2006 in der computeranimierten Komödie „Flutsch und weg“ mit. „Astro Boy“ ist für alle ab sechs Jahre geeignet und läuft 93 Minuten. Die musikalische Untermalung der Bilder stammt von John Ottman.

Die Synchronisierung der deutschen Fassung: „Astro Boy“ wurde von Hannes Maurer gesprochen. Cora bekommt die Stimme von Julia Stoepel. Doktor Elefun ist zu hören durch Jürgen Kluckert. Doktor Tenma wird lebendig durch Frank Röth. Die erzählerischen Informationen stammen von Yara Blümel. General Heckler spricht Frank Ciazynski. Hammeg kommt zum Leben durch Michael Pan und Mr. Moustachio durch Frank Ciazynski. Weitere Nebencharaktere sind: Mike der Kühlschrank, Mr. Squirt, Orrin, Präsident Stone, Robotsky, Sparx, Widget und Zane. Dazu kommt die Kameraführung von Pepe Valencia und der Schnitt lag in Robert Anich Coles Hand.

Handlung & Inhalt vom Film „Astro Boy“

Die Handlung ist in einigen Details ein wenig abweichend von der Buchvorlage. Tobio stirbt nicht in einem Autounfall, sondern wird unbeabsichtigt von einem Roboter getötet, der eine Waffe abfeuert. Des Weiteren landet Astro Boy nicht in einem Zirkus, sondern direkt in einer Robotergladiatoren-Arena.

Ein familiäres Schicksal drängt Doktor Tenma dazu einen Roboter nach neuster Technik zu entwickeln. Tobi, sein Sohn, verstarb bei einem Experiment 2003, welches er mit einem Friedensstifter tätigte. Der Partner selbst überlebt problemlos mithilfe der Rotkern-Energie. Es war der einzige Sohn und den Tod zu akzeptieren fällt dem Doktor sehr schwer. Der neue Roboter, Robi-Tobi auch Astro Boy genannt, soll seinen Sohn nachahmen. Angetrieben wird die Maschine durch die Blaukern-Energie. Natürlich erkennt Doktor Tenma, dass Robi-Tobi nicht sein wirklicher Sohn ist, der Roboter kann ihm auch nicht in die Augen schauen. Aus diesem Grund verstößt der Vater den nicht identischen Sohn und verkauft ihn an einen Roboter-Wanderzirkus.

Ein Wissenschaftler und Professor Ochanomizu überwacht die Roboter in dieser „Sklaverei“, denn so wirkt der Zirkus. Eines Tages kann Astro Boy mit seiner Hilfe dieser schlechten Behandlung entkommen. Der Bürgermeister der Stadt Metro-City ist über das Leben des Robi-Tobi informiert und möchte, dass Tenma die Energiequelle, den Blaukern, in ihm deaktiviert. Wird die Quelle zerstört, lebt der Roboter nicht mehr weiter. Der Freund der Familie Doktor Elefun hofft, dass Robi-Tobi nicht gefunden wird, denn er besitzt tolle Fähigkeiten. Eingebaute Raketentriebwerke, überwältigende Waffen und vieles mehr lassen ihn einige Abenteuer im Kampf gegen die Menschheit überstehen. Menschliche Emotionen sind ebenfalls verbaut. Wie alle Roboter ist auch Astro Boy den Robotergesetzen unterworfen. Die Maschinen dürfen keinem Menschen schaden und nur im Wohle der Menschheit handeln.

In der Zwischenzeit hat Astro Boy auf der Erde Freunde gefunden, zum Beispiel den Roboter mit dem Namen Z.O.G. Er konnte seinen Kumpel mit der gleichen Energie, wie er selber nutzt, zum Leben erwecken. Natürlich taucht in der Science-Fiction-Erzählung auch ein Bösewicht auf, das ist Hammeg. Dieser nutzt Astro Boy aus, um andere Roboter in Hammegs Spielen zu töten. Robi-Tobi entwickelt sich durch diese Nutzung zur Killermaschine. Der Friedensstifter nimmt den Ex-Bürgermeister in sich auf und haucht ihm neues Leben als Monster ein. Robi-Tobi wäre nicht ein Abbild des Sohnes, wenn er nicht die bösen Charaktere in die Knie zwingen würde.

So geschieht es auch mit dem neugeborenen Monster. In einem kurzen Augenblick entsteht die Vermutung, dass auch Astro Boy dabei das Leben lassen muss, denn wenn der Blaukern auf den Rotkern trifft, hören beide auf zu existieren und die Energie entweicht. Dann würde der Antrieb der Maschinen verloren gehen. Robi-Tobi bekommt aber Hilfe von Z.O.G, er übermittelt seine Blaukern-Energie auf seinen Freund und erweckt ihn wieder zum Leben.

Fazit & Kritiken zum Film „Astro Boy“

Für Manga-Fans ist der frühe Tod des kleinen Toby im Film „Astro Boy“ etwas irritierend, selbst für Erwachsene. Für Kinder kommt noch eine verzwickte Situation hinzu, die Verstoßung des selbst entwickelten Sohnes. Wie können kleine Kinder mit diesem Verlust umgehen? Daher entsteht die Frage, ob die Altersfreigabe berechtigt ist? Die Geschehnisse bleiben auch weitgehend unreflektiert im gesamten Film. Zum Überdecken der komischen Einführung wird viel Action und Explosionen geboten. Für Kinder wäre ein kurzer Prolog etwas besser geeignet.

Trotz der anfänglichen Tragik gelingt es den Filmemachern, die Charaktere toll darzulegen. „Astro Boy“ ist sehr facettenreich, cool und liebenswert, was eine positive Stimmung nach dem missratenen Anfang auf die Leinwand bringt. Unterstützend wirkt auch der kraftvolle, ungewöhnlich und variierende Animationsstil. Die sozialkritischen und hintergründigen Aspekte reizen durchaus auch älteres Publikum. Gerade actionmäßig, vollständig am Computer entstanden, macht das animierte Abenteuer einen guten Eindruck. Geboten werden ein paar aufregende Kampf- und Flugszenen. Dazu kommt, dass das Studio den damaligen simplen Stil gut auf das neue Zeitalter übertragen hat.

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